Manche Jugendlichen lernen praktisch hervorragend und scheitern trotzdem am schulischen Teil ihrer Ausbildung. ICP dokumentiert den praktischen Nachweis so lückenlos, dass der theoretische Rahmen nachträglich im Sur-Dossier-Verfahren geprüft werden kann.
Für einzelne Berufe existiert dieser Weg bereits. Wir suchen den Dialog mit Bund, Kantonen, Berufsschulen und Hochschulen, um ihn für weitere Berufe zu öffnen.
Die Berufsbildung ist zweigleisig aufgebaut: praktische Ausbildung im Betrieb und schulische Bildung an der Berufsfachschule. Für einen Teil der Lernenden ist genau diese Kombination das Problem – nicht weil ihnen die beruflichen Fähigkeiten fehlen, sondern weil der schulische Teil sie überfordert oder demotiviert.
Ohne Abschluss auf Sekundarstufe II bleibt vielen dieser Jugendlichen der Einstieg in weiterführende Ausbildungswege verwehrt – obwohl sie fachlich längst bereit wären.
Für den Beruf Mediamatiker:in existiert bereits ein anerkannter Weg: Nach fünf Jahren dokumentierter Berufserfahrung kann das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ) im Sur-Dossier-Verfahren nachträglich erworben werden – der praktische Teil ist erbracht, der theoretische Teil wird im Nachhinein geprüft. Genau dieses Prinzip wenden wir bei ICP von Anfang an: ein laufend dokumentiertes Portfolio statt Lehrplan und Noten.
Der praktische Nachweis wird laufend dokumentiert und ist jederzeit prüfbar – unabhängig von Klassenzimmer und Stundenplan.
Was bei Mediamatiker:in funktioniert, liesse sich auf weitere ICP-Berufe übertragen. Wir suchen Institutionen, die diesen Weg mit uns prüfen.
Ein Bildungsweg, der praktische Stärken anerkennt, hält mehr Jugendliche im System – und wirkt dem Fachkräftemangel entgegen.
Wir möchten mit Bund, Kantonen, Berufsschulen und Hochschulen im Gespräch bleiben, um zu prüfen, wie sich der Sur-Dossier-Weg auf weitere Berufe übertragen lässt. Melden Sie sich, wenn Sie das Thema aus Ihrer Institution heraus mitgestalten möchten.